Heinrich angen Thoer

Heinrich wurde im September des Jahres 1180 in Bracht am Niederrhein als Sohn des Adeligen Leonard angen Thoer geboren. Er verlebte seine Kindheit bis zum Alter von 10 Jahren auf dem elterlichen Hof in Bracht. Seine Kindheit war erfüllt von dem Reichtum der Eltern und allen Annehmlichkeiten, die man als Kind bekommen konnte. Seit dem 5. Lebensjahr ging er in die Klosterschule nach Bracht, und lernte dort lesen, schreiben und vielerlei nützliche Dinge wie Latein, Mathematik und Grundlagen der Naturwissenschaften. Der Geburtstag des Jungen wurde immer groß mit allen Verwandten gefeiert. Doch in jenem Schicksalhaften Jahr 1190 sollte sein Geburtstag nicht von einer Pracht sein die bisher vorherrschte. Sein Onkel Berhardt, ein Templer aus Essex, erschien wie gewohnt eine Woche vor beginn des Festes um dem Bruder beim Aufbau des Festes zu helfen. Jedoch stand die Feier unter keinem guten Stern. Der Wein wurde nicht geliefert und auch die Säue, die auf den Spieß sollten, kamen nicht. Doch das schlimmste folgte erst noch. Bei dem Versuch, den Monströsen Baldachin aufzubauen, brach der riesige Mittelpfosten und begrub Heinrichs Vater unter sich. Der Bruder des Verunglückten, Bernhardt, eilte herbei um seinen Bruder zu helfen, doch erkam zu spät. Der Pfosten hatte die Brust des stolzen Vaters zertrümmert. In seinen letzten Lebensminuten übergab Leonard sein Land und seine Familie in die Obhut des Bruders mit der Bitte gut für seinen Sohn zu sorgen.

Nach diesem Geburtstag, den Heinrich nie vergessen wird, musste Bernhardt wieder zurück nach Essex. Er nahm Heinrich mit nach Essex, um ihn dort in einem Templerkloster ausbilden zu lassen. So ließ der Onkel mit viel wohlwollen des Abtes Heinrich in Latein, Englisch, Naturwissenschaften und natürlich Kampfkunst unterrichten.

Als Heinrich 16 Jahre alt war wurde er vom Onkel vor die Wahl gestellt, ob er weiterhin im Kloster bleiben und Templer werden wolle, und somit sein Besitz dem Orden übergeben musste, oder ob er kein Gelübde ablegen und zurück zum heimischen Hof reisen wolle.

Heinrich entschied sich, sehr zu wohlwollen des Onkels, für das Gelübde und überschrieb seinen Besitz mit Ländereien dem Templerorden.

Dies brachte ihn in die Lage in den Posten eines Sergeanten zu gelangen.

1198 folgte er dem Ruf einiger Templer, die eigenen Truppen in Jerusalem zu verstärken, und bald darauf brach er mit 30 anderen Templern dach Jerusalem auf wo er 1199 ankam und dort zum ersten mal richtig in eine Schlacht zwischen Templern, Deutschherren, und Sarazenen geriet.

1200 machte er sich mit fünf anderen Templern auf den Weg zurück ins heilige Römische Reich, um dort neue Kräfte für einen weiteren Kreuzzug zu sammeln.

In Tempelhof angekommen, verkündeten sie ihre Botschaft und ritten weiter nach Essex, in ihr Heimatkloster.

In Essex angekommen, übertrug der Abt ihm mit noch drei anderen die Beaufsichtigung der Templer-Ländereien am Niederrhein und am Hellweg.

Bei seiner Arbeit als Steuer- und Abgabeneintreiber lernte er den Ritterbund der Hellweg-Wölfe kennen, und wurde mit Zustimmung des Kommandeurs für seine Region Mitglied. Das war 1203. Seither zieht er mit jenen stolzen Rittern durch die Lande.